Perry Rhodan – Die Kartografen der Unendlichkeit: Science-Fiction-Comicreihe von Kai Hirdt und Marco Castiello bei Cross Cult
Perry Rhodan – Die Kartografen der Unendlichkeit enthält die ersten drei Ausgaben der neuen Comicreihe im Perry-Rhodan-Universum, veröffentlicht bei Cross Cult. Die Geschichte stammt aus der Feder von Kai Hirdt, die Zeichnungen übernahm Marco Castiello, koloriert von Michael Atiyeh. Inhaltlich ist sie im Jahr 3540 angesiedelt und eröffnet einen eigenständigen Handlungsabschnitt innerhalb der umfassenden Romanserie.
Im Zentrum steht das Raumschiff SOL, das unter dem Kommando von Perry Rhodan und mit rund 10.000 Besatzungsmitgliedern unterwegs ist. Nach dem Aufenthalt im sogenannten Mahlstrom steuert das Schiff nun die Galaxis Balayndagar an. Ziel ist es, den Weg zurück zur Milchstraße zu finden. Dabei stößt die Crew auf Spuren der geheimnisvollen „Kartografen der Unendlichkeit“, deren Herkunft und Absichten zunächst völlig unklar bleiben.
Inhalt
Inhaltliche Einordnung
Die Geschichte ist bewusst in einer Phase der Perry-Rhodan-Zeitlinie angesiedelt, die bisher weniger im Mittelpunkt stand – nach Band 700 der Romanreihe, also weit entfernt von der klassischen Frühphase. Damit bietet die Comicreihe Raum für neue Ideen, ohne den bestehenden Kanon zu stören. Bekannte Charaktere wie Irmina Kotschistowa und Dalaimoc Rorvic treten wieder auf, was insbesondere für Kenner des Universums eine zusätzliche Verbindung zur Hauptserie schafft.
Trotz der Einbindung in ein komplexes Gesamtwerk bleibt der Einstieg verständlich und zugänglich. Die Erzählweise orientiert sich an modernen Science-Fiction-Standards, mit klarer Figurenführung, spannender Zielsetzung und einem Mix aus Technik, Rätseln und Raumfahrtvisionen.
Visuelle Umsetzung
Die grafische Gestaltung durch Marco Castiello setzt auf dynamische Panelstruktur, moderne Linienführung und detailreiche Raumarchitektur. Die Kolorierung von Michael Atiyeh unterstreicht die futuristische Welt mit kräftigen Kontrasten und atmosphärischen Lichtakzenten. Der visuelle Stil unterscheidet sich deutlich von den klassischen Perry-Comics der 60er- und 70er-Jahre – der Look ist frisch, filmisch und zeitgemäß.
Raumschiffe, Innenräume, Planetenszenen und technologische Details sind stimmig ausgearbeitet. Die Figuren sind klar erkennbar, ausdrucksstark und in dynamischer Aktion inszeniert. Die Gestaltung trägt wesentlich dazu bei, das Perry-Rhodan-Universum für eine neue Comicgeneration zugänglich zu machen.
Zielgruppe und Relevanz
Die Kartografen der Unendlichkeit richtet sich an langjährige Perry-Rhodan-Fans ebenso wie an Neueinsteiger im Bereich Science-Fiction-Comics. Die Serie verknüpft kontinuitätsbewusste Erzählung mit visuell moderner Umsetzung, ohne nostalgisch zu wirken. Sie bietet einen alternativen Zugang zur Perry-Rhodan-Welt – kompakt, grafisch zugänglich und mit eigenem erzählerischem Ton.

