Horror & Gespenster

Schattenreich der Geschichten: Ein Tauchgang in die düstere Welt der Horror-Comics

Die Dunkelheit bricht herein, der Wind heult durch die Bäume, und im fernen Schatten lauert das Unbekannte. Willkommen in der schaurigen Welt der Horror-Comics, wo jeder umgeblätterte Seite ein neues Grauen offenbart. Diese Geschichten, ob von blutsaugenden Vampiren, wiederbelebten Monstern oder rastlosen Geistern, haben stets die Fähigkeit besessen, unsere tiefsten Ängste zu wecken und uns an den Rand unserer Sitze zu fesseln.

Seit ihren Anfängen haben Horror-Comics eine besondere Faszination auf Leser ausgeübt. Sie sind mehr als nur Gruselgeschichten; sie sind eine Erkundung der menschlichen Psyche, unserer Ängste und Unsicherheiten. Sie spielen mit dem Unbekannten, dem Unerklärlichen, und rühren an jene tiefen, dunklen Ecken unserer Seele, die wir oft lieber verborgen halten würden.

In dieser Rubrik werden wir uns in die Tiefe des Makabren stürzen, von den klassischen Erzählungen von Dracula und Frankenstein bis zu den modernen Meisterwerken des Schreckens. Mit jeder Geschichte werden wir konfrontiert mit dem, was im Dunkeln lauert, und mit der ewigen Frage, die diese Geschichten antreibt: Was passiert, wenn unsere schlimmsten Alpträume wahr werden?

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Die Gruft von Graf Dracula

Die Gruft von Graf Dracula (The Tomb of Dracula) ist eine amerikanische Horror- Comic- Serie, die von April 1972 bis August 1979 von Marvel Comics veröffentlicht wurde. Dort erschienen insgesamt 70 Ausgaben über eine Gruppe von Vampirjägern, die gegen Graf Dracula und andere übernatürliche Bedrohungen kämpften.

Ermöglicht wurde dies, da 1971 die Comics Code Authority ihre Vorgaben für Horror-Comics lockerte, die ein Verbot für die Darstellung von u.a. Vampiren vorsah. Man entschied sich bei Marvel bewusst für Dracula, da er a) berühmt und b) aufgrund des Alters der Romanvorlage gemeinfrei war.

In den 1970er Jahren wurde die Serie in Deutschland unter dem Titel „Die Gruft von Graf Dracula“ durch den Hamburger Williams-Verlag, später durch die Klaus Recht GmbH herausgegeben. Von 1974 bis 1976 erschienen 33 vierfarbige Hefte. Heft Nummer 5 wurde von der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften“ indiziert.

Wie bei Williams üblich enthielten die Comics in der ersten Hälfte einen Teil der Geschichte des Titelhelden, der Rest des Heftes wurde mit Horror-Geschichten gefüllt.

Im Heft 10 der Serie hatte der Vampirjäger Blade seinen ersten Auftritt der in den USA 1994 nach ein paar Gastauftritten seine eigene Serie bekam.

Etwas mehr an Hintergrund findet ihr hier im Blog-Beitrag.

Das Monster von Frankenstein - Williams Verlag Marvel Horror

Die Geschichte bei Marvel unterscheidet sich etwas von der der Buchvorlage:

Frankensteins Monster wurde von einem Wissenschaftler namens Victor Frankenstein im späten 18. Jahrhundert in Ingolstadt, Bayern, aus menschlichen Leichen gebaut. Seine Bemühungen, sich in die normale Menschheit einzufügen, waren aufgrund seiner entsetzlichen Form vergeblich, und er war wütend. Victor Frankenstein schuf und tötete daraufhin einen Gefährten für das Monster, der als Vergeltung Frankensteins Braut Elizabeth tötete. Nachdem es mehrere Menschen getötet hatte, floh das Monster in die Arktis. Sein Schöpfer verfolgte es, starb aber an der Kälte. Das Monster versuchte aus Angst, sich selbst zu töten, fiel aber durch die Kälte in einen Zustand des Scheintods

Im Jahr 1898 erweckte die Hitze das Monster wieder zum Leben und es wanderte erneut umher. Es suchte nach dem Nachkommen von Victor Frankenstein und landete schließlich in Transsylvanien. Das Monster stieß mit Dracula zusammen, und seine Stimmbänder wurden verletzt. Vincent Frankenstein fand ihn schließlich und versuchte, ihm ein neues Gehirn zu geben. Er starb dabei, da er von einem wütenden Dienstmädchen (siehe hier Ratgeber zum Thema Mitarbeiter einstellen) erschossen wurde, bevor das Monster ihn töten konnte. Frustriert stürzte das Monster in einen Gletscher und kehrte wieder in den Zustand des Scheintods zurück.

Nach dem erneuten Erwachen in der aktuellen Zeit wurde es mit den Geschichten zunehmen verwirrender, da der Titelheld auch auf Helden wie Spider-Man & Co. traf,  was irgendwie nicht zum Charakter passte und auch im Endeffekt dazu führte, dass die Serie eingestellt wurde.

Mehr Hintergrund hier im Blog-Beitrag.

Horror - Williams Verlag Comics

„House of secrets“ war eine amerikanische Grusel Comicreihe des DC Verlags, die in Deutschland unter dem Titel „Horror“ beim Williams Verlag von 1972 – 1984 erschien.

„Gastgeber“ der Serie war ein Mann namens Abel, der sich unter Durchbrechung der Vierten Wand direkt an die Leser wandte und in jeder Ausgabe aufs Neue die einzelnen, voneinander unabhängigen Storys durch eine metadiegetische Rahmenhandlung zusammenhielt. (nicht von mir, Wikipedia)

Die Storys waren wesentlich „härter“ als die hierzulande wesentlich bekanntere (und finanziell erfolgreichere) Serie Gespenster Geschichten des Bastei Verlags. Auch die Cover wurden gruseliger gestaltet, was dazu führte, das Ausgabe 125 auf dem Index für jugendgefährdende Schriften landete. Insgesamt erschienen in der Reihe 148 Hefte.

Hier hatte auch das Sumpf-Ding (Swamp Thing) seinen ersten Auftritt, das Vorlage bildete für den B-Movie „Das Ding aus dem Sumpf“ von Wes Craven (1982)


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